Web-Formulare: The Good, The Bad and the Ugly

Von Monika Pletschke am 13. Januar 2015

Wir alle haben Erfahrung im Umgang mit Formularen im Web. Online- Einkäufe, Web-Registrierungen und Reisebuchungen gehören zu den vielen Weisen, in denen wir in unseren vernetzten Leben täglich mit Unternehmen interagieren. Diese Erfahrung kann angenehm sein – schnell und effizient, oder es kann ein frustrierendes Erlebnis sein. Vieles davon hängt von der Gestaltung des uns präsentierten Web-Formulars ab.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich untersuchen was guten und schlechten Formulardesign ausmacht. Bei meinen eigenen Erfahrungen mit Web-basierten Formularen habe ich gewisse Vorlieben und Abneigungen:

 Like2 Das Formular reagiert richtig und zeitnah: Eine verkehrte Eingabe wird sofort angezeigt. Feedback zur Fehleingabe ist hilfreich, sodass man genau weiß, was und wie zu korrigieren ist.
 NoLike2 Das Formular wartet bis alle Eingaben gemacht worden sind, bevor eine Fehlermeldung angezeigt wird. Die Fehlermeldung deutet nicht an wo genau der Fehler ist. Das Fomular initialisiert sich – alle Eingaben müssen wiederholt werden.
 NoLike2 Validierung erkennt z.B.  ausschließlich Postleitzahlen (zipcodes) in den USA. Noch ärgerlicher, wenn ein anderes Land eingegeben wurde und die Validierung dennoch auf eine Postleitzahl der USA besteht!
 Like2 Eingabemasken sind kompakt und passen auf einen einzigen Bildschirm. Nur relevante Eingabefelder werden angezeigt.
 NoLike2 Eingabemasken bei denen ich Bildlaufleisten verwenden muss, um nach rechts und links sowie oben nach unten zu scrollen, um durch das gesamte Formular zu navigieren.
 Like2 Predictive Text wenn es richtig funktioniert und auf verschiedene Sprachen reagiert.
 NoLike2 Rechtschreibprüfung, welche die Sprache nicht erkennt und automatisch falsche Korrekturen macht. (z.B. wieso macht Windows immer „fort he“ aus „for the“?)
 NoLike2 Langes Laden oder ein leerer Bildschirm ohne jeglichen Feedback.
 Like2 Ein Kalender-Gadget für die Eingabe von Daten.
 NoLike2 Unklare Eingabeanweisungen für Datumsfelder. Wird TT.MM.JJJJ oder MM/TT/JJJJ oder eine der vielen anderen Kombinationen erwartet, welche weltweit gängig sind?
 Like2 Automatische Konvertierung bzw. Berechnung von Zeitzonen.
 Like2 Die Anwendung berücksichtigt das Gerät, auf dem die Anwendung verwendet wird:  Bei einem Laptop ist es einfacher, eine vierstellige Jahreszahl einzutippen, wogegen bei einem Smartphone ein Mausrad die Eingabe erleichtert.
 NoLike2 Eingabe beschränkt auf Gadgets, vorallem bei langen Listen: z.B. Mausrad Gadgets bei der Eingabe des Geburtsjahr. (Ich bin im letzten Jahrtausend zur Welt gekommen und möchte nicht ein Rad drehen dass bei 2015 anfängt). Ähnlich bei der Drop-Down Wahl eines Landes – bei „Zambia“ beispielsweise muss man sehr lange scrollen.

 

Winshuttle Designer und Nachfolger Winshuttle Composer sind Werkzeuge, mit denen verbesserte oder erweiterte Lösungen für Ihr Unternehmen erstellt werden können. Mit einem benutzerfreundlichen Front-End, einfacher Integration mit SAP ohne Programmierung und kundenspezifischen Workflows haben für viele Winshuttle Kunden den Wert ihrer ERP Investitionen gesteigert.

Wenngleich Winshuttle große Flexibilität in der Erstellung von Lösungen bietet, gibt es einige Design-Überlegungen, die Ihnen helfen können, den höchsten Wert aus Ihren Winshuttle Software herauszuholen.

  1. Starten Sie Ihr erstes Projekt nicht mit einem komplizierten Prozess. Wie bei jeder Entwicklungsumgebung, haben die Autoren eine anfängliche Lernkurve zu überwinden.
  2. Für maximale Nutzerakzeptanz sollte man die Optimierungsmöglichkeiten nach dem Zorro-Prinzip auswählen und sequenzieren: Zuerst diejenigen, bei denen für kleinen Aufwand hohe Wertschöpfung zu erwarten ist („Quick Wins“), danach diejenigen die höheren Aufwand benötigen, usw.
  3. Vermeiden Sie Komplexität: “Eier-legende Wollmilchsau”-Prozesse replizieren möglicherweise nur die Komplexität Ihres ERP-Systems. Stattdessen ist es besser,  mehrfache Zwecklösungen für gezielte Problemstellungen oder Anwendergruppen zu erstellen, die für Anwender auch leichter verständlich und einfacher zu bedienen sind.
  4. Für Validierung und Lookups sollte man eine geeignete Datenquelle wählen: Ein SAP F4 Lookup ist relevant für Daten, die sich im ERP oft ändern (z.B. Kundennummer); Ein Drop-down ist schnell und effizient bei Listen mit beschränkten Auswahlmöglicheiten (z.B. „Soll“, „Haben“). Eine Lookup von einer SharePoint Liste ist erforderlich, wenn der Anwender keine SAP-Anmeldung hat und die Werte relativ stabil im ERP System verbleiben (z.B. Währungsschlüssel).

 

 

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Viel Erfolg bei Ihren ersten Versuchen mit Winshuttle!  Ich würde mich freuen, über Ihre eigenen Erfahrungen zu hören.