Digitale Transformation in Europa – ist die Schlacht schon verloren? Die Trendwende im Jahr 2021?

Von Kerry Young am 15. Februar 2021

European Digital Transformation – How Can They Speed It Up in 2021?

Digitale Transformation in Europa – die Trendwende im Jahr 2021?

Die Pandemie beschleunigte die digitale Transformation, aber nicht jeder Markt entwickelte sich gleich. Auf der einen Seite beschleunigte sich der digitale Handel in den USA aufgrund der Pandemie um vier bis sechs Jahre, und eine kleine Anzahl von Unternehmen mit Sitz in China besitzt derzeit 44 % des weltweiten E-Commerce.

Auf der anderen Seite ist man sich einig, dass die digitale Transformation in Europa deutlich hinterherhinkt und der Markt von ausländischen Innovationen abhängig ist. Auf welche Hindernisse stoßen die Europäer also? Und wie können sie auf dem digitalen Markt mithalten?

Ist die Schlacht schon verloren?

kürzlich erschienenen Beitrag argumentiert Forrester VP Thomas Husson, dass europäische Unternehmen den Kampf um die digitalen Konsumenten bereits verloren haben und große Veränderungen vornehmen müssen, um sie zurückzuerobern:

“[CMOs und europäische Unternehmensführer] müssen jetzt den Refresh-Knopf drücken: einen digitalen Neustart durch den absoluten Fokus auf die Kunden beschleunigen, Investitionen in aufstrebende Technologien erhöhen, pragmatisch und realistisch sein, indem sie die tatsächlichen Risiken ihrer Abhängigkeit von außereuropäischen Plattformen prüfen und mehr Kontrolle über ihre Daten übernehmen.”

Im Wesentlichen müssen sich europäische Unternehmen stark auf Investitionen in die digitale Transformation konzentrieren, um mit ihren Wettbewerbern rund um den Globus gleichzuziehen.

Wo verfehlte Europa das Ziel?

In erster Linie werden europäische Unternehmen durch unzureichende Investitionen in ihre digitale und Datenlandschaft ausgebremst. Als die Pandemie zuschlug, waren schlecht vorbereitete Unternehmen nicht in der Lage, sich umzustellen.

ZumBeispiel England: Hier ist der britische Einzelhändler Arcadia Group im letzten November in die Insolvenz gegangen. Ihre Top-Marken hatten vor der Pandemie aufgrund ihrer schlechten Online-Präsenz zu kämpfen. Als die Pandemie begann, wurden sie schnell von agileren Wettbewerbern überholt, die eine stärkere Basis an digitalen Investitionen hatten.

Richard Lim, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Retail Economics, erklärte, dass Arcadias “Niedergang durch ein Online-Angebot beschleunigt wurde, das weit hinter dem der Konkurrenz zurückblieb. Jahrelange wurde zu wenig in den digitalen Channel investiert, das schränkte die Möglichkeiten, erfolgreich durch diese enorm schwierige Zeit zu kommen, stark ein. ”

Umgekehrt haben Konkurrenten, die bereits digitale Investitionen priorisiert haben, die Nase vorn. Dazu gehören natürlich auch reine Online-Wettbewerber wie Asos und Boohoo, wobei letzterer vor kurzem das Kaufhaus Debenhams übernommen hat, dafür aber alle seine physischen Läden geschlossen hat. Andere Konkurrenten – wie Zara, ein primär stationäres Geschäft – haben jedoch früh und stark in das digitale Geschäft investiert, was ihnen half, mit dem Aufschwung des E-Commerce zu florieren. Mit einer gut geölten E-Commerce-Maschine haben diese Unternehmen digitale Erlebnisse geschaffen, die Kunden immer wieder zurückkommen lassen.

Was können europäische Unternehmen tun, um das Ruder im Jahr 2021 herumzureißen?

Die Aussichten können sich für europäische Unternehmen ändern, wenn sie im neuen Jahr einige Schlüsselstrategien anwenden.

An Agilität gewinnen

Händler müssen sich auf Wege konzentrieren, um die Agilität in einer sich permanent verändernden digitalen Landschaft zu steigern. Die sich ständig weiterentwickelnde Natur des E-Commerce bringt einzigartige Herausforderungen mit sich, die nicht einfach dadurch gelöst werden können, dass man Brände löscht, wenn sie aufflammen.

Unternehmen müssen in die Lage versetzen werden, die Landschaft genau zu analysieren und bei Bedarf anzupassen. Diese Fähigkeit erfordert einen generellen Philosophiewechsel hin zu mehr digitaler Agilität durch bessere und leichter zugängliche Daten.

Aufbau von Initiativen rund um den absoluten Kundenfokus

Zusätzlich zu den digitalen Initiativen müssen europäische Unternehmen den Kundenfokus in die Tat umsetzen. Die Förderung einer tiefen Kundenbeziehung erfordert die Entwicklung einer effektiven Digital- und Datenstrategie und Investitionen in Technologien, die diese Initiativen ermöglichen.

Um den absoluten Kundenfokus zu fördern, muss ein Unternehmen das liefern, wonach sich die Kunden sehnen. Wie man das schafft? Man muss die Kunden verstehen.

Das Sammeln, Organisieren und Nutzen von Kundendaten hilft Unternehmen, die Wünsche ihrer Kunden über die Oberfläche hinaus zu verstehen. Demografische Daten allein sind nicht genug. Kundenfokus erfordert, dass man seine Kunden auf einer tiefen, nuancierten Ebene verstehen und personalisierte Kundenerlebnisse schaffen, die sie anziehen. In Kombination mit aufstrebenden Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) können verwaltete Daten Unternehmen dabei helfen, vorherzusagen, was Online-Kunden sehen wollen, und ihnen genau das zu liefern, wonach sie suchen.

Übernahme der Datenkontrolle

Um bei digitalen Kunden an Boden zu gewinnen, müssen Unternehmen die Kontrolle über die Daten übernehmen. Zu oft sind wichtige Informationen in einzelnen Abteilungen oder Datenbanken isoliert, sodass sie für wichtige Entscheidungsträger in den Unternehmen nahezu unsichtbar sind.

Multi-Domain Master Data Management (MDM) Software bietet eine zentrale Sicht auf die Daten, verbessert deren Sichtbarkeit und ermöglicht datengesteuerte Analysen. MDM gibt Unternehmen die Agilität, die sie brauchen, um sich schnell an Kundenwünsche anzupassen. Darüber hinaus werden aufkommende Technologien wie Augmented Reality (AR) durch das Zusammenspiel mehrerer Datendomänen angetrieben. Wenn Kundenbegeisterung das Ziel ist, dann sind diese fesselnden Schnittstellen wirklich der Schlüssel zum Erfolg.

 

Europa – die digitale Transformation kann nicht warten.

Europäische Unternehmen haben zu lange in einem Vakuum operiert. Während US-amerikanische und asiatische Unternehmen an digitalem Schwung gewinnen, kann der europäische Markt nicht warten. Jetzt ist es an der Zeit, sich auf Agilität zu konzentrieren, ein außergewöhnliches Kundenerlebnis zu bieten und die Kontrolle über die Daten zu übernehmen.

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Über den Autor

Kerry Young

Kerry Young kam 2006 zu EnterWorks, als das von ihm mitgegründete Softwareunternehmen Ennovative INC., das sich mit Multi-Channel-Publishing beschäftigte, von EnterWorks übernommen wurde. Kerry Young leitet das operative Geschäft von EnterWorks und ist für die Professional Services und die Consulting-Organisation verantwortlich, um effektive Kundenimplementierungen und einen kontinuierlichen Erfolg sicherzustellen. Kerry Young bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Technologie und Business Management mit zu EnterWorks, nachdem er als CTO für eine Tochtergesellschaft der Dow Chemical Company tätig war. Zuvor arbeitete er als VP Information Technology für Marshall Industries, einem 1,7 Milliarden Dollar schweren Distributor für industrielle Elektronik. Davor leitete er Informationssysteme für eine Tochtergesellschaft der McDonnell Douglas Corporation. Kerry Young hat einen B.S.-Abschluss in Informatik von Cal Poly, San Luis Obispo und einen M.B.A. von der California State University Fullerton.